Nachrichtendienst des Bundes

Mitteilung  sda  01.02.2015 – 15:06
„Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) sammelt seit 2011 persönliche Daten von Flug-Passagieren aus sogenannten Risiko-Staaten. Neben Name, Geburtsdatum und Nationalität sind das auch persönlicher Flugcode, Erst-Abflugsort und die Information, ob die Person allein oder in einer Gruppe reist.“

 

Der Begriff „persönlicher Flugcode“ erweckt den Anschein, dass es sich um einen geheimnisvollen vertraulichen Code handelt, mit welchem ein Fluggast ausspioniert werden kann. Tatsächlich  handelt es sich lediglich um den sogenannten PNR (Passenger Name Record), welcher bei einer Buchung vom System automatisch zugeteilt wird. Damit lässt sich die Reservation im Buchungssystem der betreffenden Fluggesellschaft jederzeit sofort finden, um Änderungen usw. vorzunehmen.

Beispiel:   Ich reserviere einen Flug nach New York unter dem Namen Manakipolotuslov. Dieser Buchung wird automatisch ein PNR-Code zugeteilt. Ich will nun das Flugdatum ändern und rufe die Fluggesellschaft an. Glauben Sie, dass der/die Angestellte meine Buchung allein aufgrund des Namens findet? Kaum wahrscheinlich! Mit dem PNR jedoch ist dies ganz einfach. Wenn ich aber einen Monat später einen Flug nach Tokyo reserviere, erhält diese Buchung einen neuen PNR-Code und wird nicht einfach an die bestehende Buchung angehängt.

Lediglich mit der „Vielflieger“-Nummer lassen sich die Flüge eines Passagiers über einen bestimmten Zeitraum verfolgen. Aber es ist noch lange nicht jeder Passagier ein Vielflieger und diejenigen, welche etwas zu verbergen haben, werden kaum ihre  „Vielflieger“-Nummer bekannt geben.

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